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Die DIR- Philosophie:
Wer glaubt, DIR (doing it right, or don´t do it all) beschränke sich auf eine bestimmte Ausrüstungskonfiguration, der irrt. DIR ist als Ganzes zu betrachten. Beginnend mit der Ausrüstung über die Ausbildung bis hin zur körperlichen Fitness und positiven geistigen Einstellung. Alles zusammen genommen soll eine abgerundete Einheit ergeben, um technische Tauchgänge mit Spaß und mit größtmöglicher Sicherheit erleben zu können.
Die Ausrüstung:
Die Ausrüstung ist eine wohl durchdachte, aus der Praxis eines Höhlentaucherteams entstandene Konfiguration. Bei dieser Konfiguration wurde im Schwerpunkt darauf geachtet, das keine Schlauche, Inflatoren, Finimeter etc. vom Taucher weg stehen (keine Metall auf Metall Verbindungen, weil diese im Notfall nicht abgeschnitten oder durch abreißen entfernt werden können).
Diese lose herumhängenden oder unnötig vom Körperprofil des Tauchers abstehenden Ausrüstungsteile, wie man sie speziell bei Sporttauchern aber auch bei von einigen technischen Tauchausbildungsverbänden benützten Ausrüstungskonfigurationen sieht, sind prädestiniert sich beim Eintauchen in ein Wrack zu verhaken und dadurch eine gefährliche Stresssituation auszulösen. Genau das ist es aber, was wir, egal in welcher Tauchtiefe und gleichgültig bei welchem Tauchgangsprofil, überhaupt nicht wollen. Ebenso verbessert eine eng am Körper anliegende Ausrüstung, mit ordentlicher Schlauch- und Lampenführung, die Stromlinienform des Tauchers entscheidend und trägt somit zu einem wesentlich kraftsparenderem un damit zu einem entscheiden ökonomischeren Tauchen bei.
Die richtige Ausrüstung verbunden mit der richtigen Tarierung sowie mit der richtigen Trim, sprich der korrekten Wasserlage des Tauchers, ergibt in Summe eine deutliche Verbesserung der Gesamtsituation für den Taucher. Eine positive Wirkung, die jeder Taucher sofort verspüren wird, wenn er es das erste Mal richtig vorgezeigt bekommt und selber ausprobieren kann. Wer annimmt, dass dies nur für das technische Tauchen gilt, der irrt gewaltig. .
Selbstverständlich kann jeder Taucher - gerade auch der Sporttaucher - durch die richtige Konfiguration seiner Tauchausrüstung nach DIR-Standards (Ausrüstungsanordnung, richtige Gewichts-Trim, Passform, Sitz der Ausrüstung am Körper des Tauchers) eine entscheidende Verbesserung seiner taucherischen Fertigkeiten erreichen. Der Taucher beherrscht seine Ausrüstung nicht umgekehrt. Der Taucher, welcher seine Ausrüstung zur Gänze sicher und routiniert in jeder Lage bedienen kann wird gegenüber jenem Taucher, der von seiner Ausrüstung "beherrscht" wird sicher den größeren Spaß und den schöneren Erlebniswert am Tauchen genießen können. Außerdem bedeutet die Fähigkeit seine Tauchausrüstung völlig automatisiert - quasi in "Fleisch- und Blut", verinnerlicht zu haben natürlich auch ein deutlich kleineres Gefahrenpotential und damit ein großes Plus für die eigene Tauchsicherheit UND natürlich auch für die Sicherheit des Tauchpartners. .
Die Ausbildung:
Die Ausbildung ist sehr einfach gegliedert. Zuerst kommen die Fundamentels wo einem das richtige Verständnis für Ausrüstungskonfiguration, die korrekte Tarierung, die wesentlichen Grundtechniken des Flossenschwimmens ( Frog Kick, Flutterkick usw.), die Trim, deren Erlernen zumeist viele fleißige und geduldig wiederholte Übungstauchgänge erfordert, das selbständige Betätigen der Flaschenventile an der EIGENEN Ausrüstung, Sicherheits-Drills in einer OOA-Situation sowie die ersten Grundtechniken im Stressmanagement u.v.m. beigebracht und vorgeführt werden. Wenn man glaubt man kann tauchen, ganz egal wie viele Tauchgänge man zuvor schon in seiner Taucherkarriere absolviert hat, wird man in diesem Kurs mit hoher Wahrscheinlichkeit eines Besseren belehrt.
Der der nächste Ausbildungsschritt beinhaltet folgendes: Hier wird verstärkt auf Stressmanagement, Teamkommunikation, Dekompressionslehre, Gase mischen sowie tauchen mit Triox (= Trimix mit 21% O2) bis 45m gelehrt. Getaucht wird mit einer 40cuft Alu- Stage, da diese gegenüber Stahlflaschen ein deutlich besseres Auftriebsverhalten (Gewichts-Trim) aufweist. Die Drills im Wasser sind wirklich hart! Doch der Lerneffekt und die anschließend daraus resultierende Sicherheit im Wasser sind es wert. Ein genialer Kurs und auch für erfahrene Tauche ein echte Herausforderung .
Der nächste Schritt ist bereits ein vollwertiger Trimix Kurs wo mit bis zu 3 Stages getaucht wird. Ausbildung bis in große Tiefen.
www.sub-international.com , www.gue.org , www.unifiedteamdiving.com, u.a.
Die körperliche Fitness und positive geistige Einstellung:
Wie in vielen anderen Bereichen, ist ein gesunder Geist und ein gesunder Körper fähig Spitzenleistungen zu bringen. Auf das Technische Tauchen bezogen ist klar: Wer körperlich fit ist, wird nicht so leicht ermüden. Körperliche Fitness bewirkt unter anderem auch eine Erhöhung der mentalen und körperlichen Stressresistenz. Panikreaktionen, die zum Beispiel auch durch körperliche Überforderung in Folge anspruchsvoller und körperlich anstrengender schwieriger Tauchgänge einsetzen können, kann durch eine gute konditionelle Grundfitness zumindest vorgebeugt werden. Gemeint ist nicht der Tauchertyp à la Mister Universum, sondern jenes Maß an Fitness, das von einem Hobbysportler der darauf schaut eine gewisse Kondition und ein gesundes Körperwohlgefühl zu haben, erwartet werden kann. Tauchen und Rauchen passt nicht zusammen. Dies gilt natürlich schon für den Bereich des Sporttauchens. Da wir hier jedoch vom Einstieg ins Technische Tauchen sprechen, was den Eintritt in die Extrembereiche des Tauchsports eröffnet, ist für uns Rauchen natürlich völlig indikutabel.Niemand von uns möchte das Organ, welches beim Tauchen wohl mithin die wichtigste Funktion ausübt schwächen. Rauchen ist in unserem Team schlicht ein NO-GO und wir finden das auch in Ordnung.
Wer ein ausgeglichener Mensch ist, wird wohl im Familienleben und auch im Berufsleben Erfolg haben. Die persönliche Ausgeglichenheit ist auch ein sehr wichtiger Bestandteil des Tauchers der lange Dekompressionstauchgänge durchführen möchte. Dieser Taucher geht frei von jeder seelischen bzw. psychischen Belastung ins Wasser. Dass dieser Taucher eine wesentlich höhere Stressgrenze hat, als jemand, der bereits vor dem Tauchgang aus beruflichen, privaten oder sonstigen Gründen völlig "gestresst" ist, versteht sich von selbst. Ausgeglichene und mental gefestigte Persönlichkeiten sind erfahrungsgemäß auch meistens besser in der Lage, mit unerwarteten Stresssituation umzugehen und die beim Tauchen unbedingt erforderliche Kontrolle der Situation rasch wieder herzustellen. Neben persönlicher Ausgeglichenheit und Nervenstärke gehören aber auch regelmäßiges Training und stete Weiterbildung dazu ein "kompletter" Taucher zu werden.
Wie ihr seht, ist es nur allzu logisch, wenn ich mich für das technische Tauchen entscheide, dass ich auch auf mich und meinen Körper höre und acht darauf gebe Körper und Geist in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen.
Die fundierte und harte Ausbildung, die körperliche Fitness und die positive innere Einstellung, gepaart mit einer richtig konfigurierten Ausrüstung macht den guten Technischen Taucher aus. Jeder wird nun verstehen, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dass so auch Tauchgänge mit langer Dekompressionszeit sichere Tauchgänge mit hohem Spaßfaktor sein können.
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