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Nach langer Vorbereitung und einigen gescheiterten Versuchen, Slowenische Höhlen zu betauchen, machten sich am Dienstag den 05.01.2010, Alex und ich auf den Weg zur kroatischen Grenze um dort die Bilpa Jama zu betauchen.
Aufbruch war um 7 Uhr Morgens, von Kärnten aus, und nach ein paarstraßlichen Hindernissen gelangten wir auch bald nach Slowenien, wo der Winter sich von seiner schönsten Seite zeigte, und der Schneefall auch immer mehr zunahm, was uns aber an der Weiterfahrt nicht hinderte.
Nach ca. drei Stunden endlich angekommen, checkten wir gleich mal die Bedingungen vor Ort.
Mit etwas Wehmut mussten wir feststellen, dass nicht unbedingt optimale Sichtverhältnisse herrschten, was uns aber sicher nicht von Tauchen abhalten konnte.
Wir schleppten Stage und Flossen an den Quelltopf, und nach kurzem Umziehen, ging die Gaude auch schon los.
Aufgrund der geringen Sicht und der Steilwand von ca. 30m horizontal über uns, und der damit verbundenen Steinschlaggefahr, legten wir als Erstes ein Reel von der Einstiegstelle zur Mainline, um nicht unnötige Zeit in der Gefahrenzone verbringen zu müssen.
Zu meinem Erstaunen fanden wir ein ausgezeichnete Leinensituation vor, mit Marken versehen bis ca. 100m Penetration, und sehr gut abgespannt.
Die Sicht wurde zunehmenden schlechter, und da wir nicht unbedingt beim Rein tauchen schon auf Touchcontact gehen wollten, entschlossen wir uns umzukehren.
Ein absolutes Highlight dieser Höhle sind die Bewohner, die ständig anwesend sind. Wohin man schaut sieht man Proteus oder Süßwassergarnelen. Man darf sich auch nicht wundern, wenn einem auf 60m in der Höhle auf einmal ein Schwarm Forellen entgegen schwimmt, dies scheint in dieser Höhle ganz normal zu sein.
Alles in Allem ein sehr netter Tauchgang, den ich auf alle Fälle demnächst Wiederholen werde. Verwendete Gase EAN32, eine Stage, D12 Rückengerät, max. Tiefe 18m, Tauchzeit ca. 1 Std.
Keine Vorfälle, keine DSC keine Schäden, alles in Ordnung.
Trotz der geringen Tiefe, ist die Bilpa Jama keine Höhle für Anfänger, sehr schlammiger Boden und die Tatsache, dass sehr selten dort getaucht wird, kann in kurzer Zeit zu eine Null Sicht Situation führen, dies sei unbedingt zu bemerken.
Text & Bilder: Ike
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