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Warum DIR-Philosophie / DIR-System? Bevor
wir nun daran gehen uns mit der Begrifflichkeit der „DIR-Philosophie“
im technischen Tauchen auseinander zu setzen, ist es notwendig präzise zwischen
den Bereichen des reinen Sporttauchens und jenen des technischen Tauchens
abzugrenzen. Unter
dem Begriff des Sporttauchens wird
heute gemeinhin jede Form des Tauchens verstanden, welche bei Einhaltung der
jeweiligen Nullzeiten unter Berücksichtigung einer maximalen Tauchtiefe von 30m
im Freiwasser mit Luft (oder NITROX-Gasgemischen) als Atemgas unternommen wird.
Der
Bereich des technischen Tauchens ergibt sich durch das Verlassen bzw. Überschreiten
jener in der Sporttauchdefinition bezeichneten Parameter – auch wenn diese
Eingrenzungen nur punktuell überschritten werden. Konkret
rechnet man heute dem reinen Sporttauchen (recreational
diving ) somit nachstehende Tauchbetätigungsfelder nicht mehr zu, sondern
ordnet diese in den Bereich des technical
divings ein:
Da
gerade der Begriff der DIR-Philosophie bzw. des DIR-Systems
oftmals Befremdung, Unverständnis und sogar völlige Ablehnung bei jenen
Tauchern ausgelöst hat, welche mit der Thematik nicht vertraut waren, sei hier
nun ein ebenso sachlicher wie informationsgeladener Versuch unternommen die
„geistigen Hintergründe“
dieses Tauchens näher zu erläutern. Zum
Begriff der Philosophie liest sich im Fremdwörterlexikon folgendes: „Philosophie
ist das Streben nach Erkenntnis des Zusammenhanges der Dinge in der Welt
(Denkgrundwissenschaft).“ Das
Wort System leitet sich aus dem
griechischen ab und kann mit Gliederungs-, Aufbau- oder Ordnungsprinzip übersetzt werden. Beide
Oberbegriffe stellen tatsächlich in gewisser Weise Grundpfeiler dieser sich vom
allgemein üblichen Sporttauchen unterscheidenden Art des Tauchens. Den Zugang
zum DIR-Tauchen sollte der Unkundige tatsächlich über den philosophischen
Ansatz unternehmen, da es eine Notwendigkeit ist sich zunächst mit
inhaltlichen Werten und Fragestellungen zu befassen, wenn man die Absicht hat,
eine Tätigkeit in einer für den Menschen lebensfeindlichen Umgebung zu
unternehmen, was auf das Tauchen ja ohne Zweifel zutrifft. DIR steht für die
Bereitschaft des Tauchers zu einer ebenso kritischen wie auch
verantwortungsbewussten und werteorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema
Tauchen. Es beinhaltet die vorrangige Herausforderung der Suche nach steter
Verbesserung. Die
Umsetzung dieser geistigen Eigenschaften und Werte findet sich im DIR-System,
welches nach den Grundsätzen der ·
Einfachheit ·
Ganzheitlichkeit ·
Effizienz
und ·
Sicherheit
funktioniert. Bill
GAVIN’s nachfolgender Ausspruch, beschreibt auf treffende Art und Weise welche
Erfordernisse ein Tauchsystem erfüllen muss: „Kann
man die Funktionsweise eines Systems nicht in einfachen Sätzen beschreiben, so
wird es unter Wasser wahrscheinlich nicht funktionieren.“ Dieser Satz sei
auch durch den Merksatz von GUE-Präsident J. JABLONSKI ergänzt: „Je
einfacher Abläufe gehalten werden, desto weniger Raum für Verwirrung, Fehler
und unnötiges Risiko.“ Die
Einfachheit des DIR-Systems gründet
schon auf sein minimalistisches Fundament, denn nicht bloß die Ausrüstung ist
auf das absolut notwendige Mindestmaß abgespeckt, sondern auch ihre Handhabung
und Bedienung reduziert sich auf jene Handlungsabläufe, die der Taucher tatsächlich
blind beherrschen muss. Das System wirkt ganzheitlich,
das heißt, dass seine Einzelkomponenten einem Uhrwerk gleich präzise und fein
aufeinander abgestimmt ineinander wirken. Es ist unter Einbeziehung des
unverzichtbaren Team-Partners in sich redundant, kompatibel und jeder Lage
entsprechend flexibel anpassbar. Obwohl sich die Effizienz eines Systems ganz erheblich auch in seiner theoretischen
Struktur erkennen lässt, sei an dieser Stelle in aller Bescheidenheit auf die
herausragenden Erfolge in der Tauchpraxis hingewiesen, welche in unzähligen
Reportagen (s. Internet) nachlesbar sind. Derzeit
werden die DIR-Prinzipien von Tauchern und Forschungsgruppen in den
verschiedensten Extremtauchbereichen weltweit höchst erfolgreich eingesetzt.
Das DIR-Konzept, war Ursache für vielfältigste taucherische Höchstleistungen
und sogar Weltrekorde im Bereich des Höhlentauchens, Wracktauchens, Eistauchens
in arktischen Gewässern und vielen anderen Tauchunternehmungen.
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